Der Onlinehandel: Aktuelle Entwicklungen




Unaufhaltsam hält die Digitalisierung Einzug in die Finanzbranche und den Einzelhandel. Neue Herausforderungen verlangen neue umfassende Konzepte, die ganzheitlich gedacht und umgesetzt werden müssen. Doch warten im digitalen Zeitalter nicht nur Herausforderungen, sondern auch neue Chancen und Potentiale. Nie zuvor waren Kundenbedürfnis und -verhalten so effektiv messbar, nie zuvor konnte man so dynamisch und spezifisch mit seinen Kunden kommunizieren und auf sie reagieren. Deshalb ist es heute – in Zeiten des E-Commerce – wichtiger denn je, Kunden in den Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung zu stellen, um sie dann zu erreichen, wenn sie eine Kaufabsicht verspüren.

Das Informationsverhalten von Kunden hat sich in den vergangenen Jahren spürbar weiterentwickelt. Plattformlösungen in den verschiedensten Branchen und Märkten schaffen Transparenz und sorgen in diesem Zuge häufig auch für Komplexitätsreduktion. Produkte und Services lassen sich online schneller und einfacher miteinander vergleichen. Hinzu kommt die herausragende Bedeutung mobiler Endgeräte, die vor allem in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Die Möglichkeit, über Smart-Phones und Tablets, das Internet und entsprechende Applikationen dem Kunden und seinen Bedürfnissen so nah zu kommen, wie nie zuvor, hat ein regelrechtes Umdenken bei der strategischen Ausrichtung zahlreicher Unternehmen angestoßen. Laut einer Studie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel, erfolgt mittlerweile jede dritte E-Commerce-Bestellung über das Smartphone oder Tablet. Im Jahr 2021 soll die Hälfte des E-Commerce-Umsatzes auf den mobilen Commerce entfallen.

Die Möglichkeiten, mit (potentiellen) Kunden in Kontakt zu treten sind heute so umfassend wie nie zuvor. Auf der im Fachjargon als Customer Journey bezeichneten Aneinanderreihung von Kontaktmöglichkeiten mit dem Kunden kommen unterschiedliche online und offline Instrumente zum Einsatz, die – richtig koordiniert und aufeinander abgestimmt – für ein erweitertes Konsumerlebnis sorgen können. Zu aktuellen Marketing Trends im E-Commerce zählen unter anderem:

  • Convenience und Mobility
  • Erlebnisorientierung
  • Smart Data Analytics
  • Personalisierung
  • Automatisierung

Ein Viertel-Jahrhundert E-Commerce

Schon bald nach der Erfindung des Internets hatte auch der E-Commerce sein Debüt. Der erste dokumentierte Online-Einkauf wurde vor mehr als 25 Jahren getätigt – am 11.08.1994. Dabei handelte es sich um den Kauf einer Sting-CD bei dem US-Marktplatz Netmarket. Zu den Vorreitern im E-Commerce zählen insbesondere auch Unternehmen wie Amazon und eBay, die heute aus dem Alltag vieler Kunden und Händler nicht mehr wegzudenken sind. Amazon wurde 1994 von Jeff Bezos in einer Garage in Seattle gegründet. Heute verfügt der Onlinehändler nach eigenen Angaben über das weltweit größte Sortiment an Büchern, CDs und Videos und Jeff Bezos ist einer der reichsten Menschen der Welt. Mittlerweile hat der Weltkonzern mehr 840.000 Mitarbeiter. Durch den integrierten Marketplace von Amazon können auch Privatpersonen und Händler ihre Produkte über die Plattform anbieten. Auch eBay ist seit dem Ursprung des E-Commerce als Online Markplatz über das World Wide Web erreichbar und verbindet seither Millionen von Käufern und Verkäufern weltweit. Sowohl die Nutzerschaft als auch das Angebotsspektrum sind in den vergangenen Jahren bedeutend gewachsen. Schon lange ist eBay mehr als eine Auktionsplattform für Gebrauchtwaren.

Zwar konzentriert sich die Markmacht im E-Commerce in vielen Geschäftsbereichen bei den großen Konzernen, doch zu den großen Playern im E-Commerce gesellen sich außerdem auchunzählige kleinere Anbieter, die sich über spezifischere Angebote in Nischenmärkten ihr „Stück vom Kuchen“ holen. Software-Lösungen wie Magento, Shopify, WooCommerce, Jimdo, Shopware u.v.m. ermöglichen heute einen einfachen und schnellen Einstieg in den Onlinevertrieb. Durch besagte Software-Pakete als Shop- beziehungsweise Baukastensysteme lässt sich ein Online-Shop – eigenhändig oder mit Hilfe einer Agentur – schnell und unkompliziert umsetzen. So gibt es mittlerweile auch für kleine Betriebe und Privatpersonen lukrative Möglichkeiten, die eigenen Produkte online anzubieten. Im Jahr 2018 lag die Zahl weltweiter E-Commerce-Nutzer bei 3,6 Milliarden, Tendenz steigend. Im darauffolgenden Jahr, 2019, zählten China, die USA, Japan, das Vereinigte Königreich und Deutschland zu den Umsatzstärksten Ländern im weltweiten E-Commerce.

Versandmanagement im E-Commerce

In Deutschland ist die Anzahl der E-Commerce-Nutzer in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. Im Jahr 2018 waren es circa 66 Millionen, bis 2023 wird ein Anstieg auf mehr als 71 Millionen E-Commerce-Nutzer prognostiziert. Dieser Zuwachs schlägt sich auch in den Umsatzzahlen nieder: Der Umsatz im Onlinehandel hat sich in den Jahren zwischen 2012 und 2018 nahezu verdoppelt, von 28 auf 53,4 Milliarden Euro. Zahlen, die für sich sprechen. Wer seine Produkte und Leistungen bisher nur über offline Kanäle anbietet, dem entgehen im Onlinehandel oftmals signifikante Umsatzpotentiale. Doch wie baut man den eigenen Online-Vertrieb effektiv und nachhaltig auf und aus? Wie kann man die eigenen Geschäftsprozesse im E-Commerce möglichst schlank und effizient gestalten? Fragen, mit denen sich vor allem auch kleine und mittelständische Unternehmen derzeit vermehrt intensiv beschäftigen. Denn vor allem in den vergangenen Monaten kam es in Offline-Märkten zu bedeutenden Umsatzeinbrüchen.

Gleichzeitig nimmt die Relevanz von Online-Vertriebswegen - auch gefördert durch die Corona-Einschränkungen und -Auflagen - stetig zu. Von großen Online-Marktplätzen bis hin zu kleinen Online-Shops in Nischenmärkten - der E-Commerce ist aus unserer Konsumlandschaft nicht mehr wegzudenken. Vor allem bei privaten Endkunden hat das Bestellvolumen in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Das prognostizierte Wachstum im Privatkundenmarkt für Sendungen beläuft sich auf 3,5 bis 7 Prozent für das Jahr 2020. Zweifelsohne ist der Aufbau eigener Online-Vertriebskanäle ein facettenreiches Vorhaben, das einer ganzheitlichen Betrachtung bedarf. Die vollständige Customer Journey lässt sich heutzutage online umsetzen: Von der Kundengewinnung für den eigenen Online-Shop über den Bestellprozess bis hin zum Warenversand. Dabei ist es essentiell, an relevanten Schnittstellen zuverlässige Partner mit den richtigen Services und Anwendungen in Anspruch zu nehmen. Mit JUMiNGO BUSiNESS haben Sie die Möglichkeit, das Versandmanagement für Ihr Onlinegeschäft effizient zu optimieren.