Logistik während der Corona-Krise



Auch für die Versanddienstleister stellt die aktuelle Corona-Krise eine Ausnahmesituation dar. Als Reaktion auf die Beschlüsse von Behörden sind die Versanddienstleister gezwungen, ihren Service anzupassen oder sogar einzuschränken.

Öffentliche Behörden, Gebäude, Firmen, Einzelhandel und Shoppingcenter sind gegebenenfalls geschlossen, da dort keine lebensnotwendigen Waren erhältlich sind. Im Rahmen dieser Schließungen bitten die Versanddienstleister die Kunden darum, vor deren Inanspruchnahme mit dem Empfänger der Sendung abzuklären, ob er das Paket bzw. die Palette entgegennehmen kann. Nicht zustellbare Sendungen werden kostenpflichtig retourniert. Bitte beachten Sie ebenfalls, dass auch Paketshops von den Schließungen betroffen sein können. Wenn Sie also eine Paketshopabgabe buchen, müssen Sie einen Paketshop suchen, der geöffnet ist und Ihre Sendung entgegennehmen kann.

Neben der Schließung diverser Einrichtungen kann es vielerorts zu Laufzeitverzögerungen kommen: die Sendungen unterliegen einer strengeren Kontrolle beim Zoll und viele Flüge sind ausgesetzt. Da in dieser Notsituation Versandlaufzeiten häufig nicht eingehalten werden können, ist bei sämtlichen internationalen Sendungen mit UPS und TNT eine Geld-zurück-Garantie ausgeschlossen. Eine Anpassung der Laufzeiten auf unserer Werbsite wird nicht vorgenommen. Bitte überprüfen Sie die aktuelle Laufzeit der Website des jeweiligen Dienstleisters.

Auch beschränken bestimmte Versanddienstleiser für bestimmte Länder das tägliche Sendungsvolumen,so dass gebuchte Aufträge eventuell nicht im Ganzen durchgeführt werden können und auf mehrere Sendungen verteilt werden müssen. Dies gilt insbesondere für Importe aus Ländern im Asien-Pazifik-Raum, wobei für China und Hongkong oft Abweichungen vorliegen. Alternativ kann auch auf einen anderen Versanddienstleister umgebucht werden.

Wir prüfen mehrmals täglich, welchen Einschränkungen der Versand mit den verschiedenen Carriern unterliegt. Allerdings sind wir darauf angewiesen, dass Updates kontinuierlich und so oft wie möglich aktualisiert werden. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass immer etwas Zeit von Nöten ist, bis wir als Kunde auf die Serviceupdates der Versanddienstleister zugreifen können. Sobald wir erfahren, dass in bestimmten Ländern (insbesondere Drittländern) kein Service möglich ist, nehmen wir diese Länder schnellstmöglich von der Website, um Komplikationen zu vermeiden. Aktuell gilt dies vor allem für Economy Express Importe aus dem Asien-Pazifik-Raum und Economy Express Exporte in die USA und Kanada sowie Lateinamerika und die Karibik.

Einzelne Postleitzahlen können leider nicht ausgeschlossen werden. Sie können diese entweder bei unserem Kundenservice erfragen oder alternativ selbst die Informationsseiten der Versanddienstleister oder der Behörden des jeweiligen Landes nutzen, um in Erfahrung zu bringen, ob es speziell für Ihren Abhol- bzw. Zustellort Einschränkungen gibt.

Versand von Schutzausrüstung (Masken, Handschuhe, Brillen, Schutzkleidung, Corona-Testkits, Ventilatoren, Infrarot-Thermometer): Der Export in ein Nicht-EU-Land ist verboten, der Export in ein EU-Land kann unter Umständen verboten oder eingeschränkt sein. Importmöglichkeiten hängen von insbesondere von den Regulierungen des Versenderlandes ab. Häufig bestehen auch Mengenbegrenzungen (privater vs. kommerzieller Gebrauch).

Speziell für Importe aus China gilt:


Die chinesische Regierung hat beschlossen, dass nur Unternehmen, die schon vor der Corona-Krise Masken hergestellt haben, Masken aus China exportieren können. Ein entsprechender Nachweis sollte vorhanden sein.

Aufgrund begrenzter Kapazitäten unterliegt das frachtpflichtige Gewicht bei allen Versanddienstleistern Beschränkungen, welche täglich variieren können:



Gewichtsbeschränkungen

Pakete 70kg
Paletten 300kg
insgesamt 3.000kg pro Sendung

Gewichtsbeschränkungen

Pakete 70kg
2.000kg pro Sendung

Gewichtsbeschränkungen

Sendungen ab 50kg bis maximal 100kg
Keine Untergrenze
für pers. Schutzkausrüstung

Mit Auftragseingang überprüfen wir, ob ein Versand möglich ist, und setzen uns dann umgehend mit Ihnen in Verbindung. Sollte der Versand nicht möglich sein, können wir eventuell auf einen anderen Dienstleister umbuchen. Gegebenenfalls müssen Sie den Sendungsinhalt auf mehrere Sendungen (pro Tag) verteilen, damit der Versand durchgeführt werden kann.

Außerdem werden für den Zoll neben einer Handels-/Proformarechnung einige Dokumente benötigt. Diese variieren von Dienstleister zu Dienstleister.





1. Testkits, Schutzanzüge, Infrarot-Thermometer, Ventilatoren

a) Exporteur ist Hersteller:

b) Exporteur ist nicht Hersteller:

  • Vom Hersteller: Produktregistrierungszertifikat
  • Vom Exporteur: Erklärung zum Versand medizinischer Güter
  • Dokumente (Originalexemplare) müssen bei Abholung bereitgestellt werden
  • Achten auf korrekte und vollständig ausgefüllte Ausfuhrerklärung
  • Alternativ: Exporteur legt bei Abholung oder Übergabe der Sendung einen Ausdruck der Ausfuhrerklärung für medizinische Güter vor, die bestätigt, dass (a) die Güter nach den Qualitätsstandards des Ziellandes zertifiziert oder registriert sind und (b) der Hersteller in einer von der chinesischen Handelskammer für Ein- und Ausfuhr von Medikamenten und Gesundheitsprodukten geführten Weißen Liste steht

2. OP-Hauben, Brillen, Handschuhe, Patientenmonitore, Desinfektionstücher und Desinfektionsmittel

  • ebenfalls Originalexemplare der Erklärung zum Versand medizinischer Güter und des Produktregistrierungszertifikats für medizinische Produkte (bei Abholung bereitstellen)
  • Achten auf korrekte und vollständig ausgefüllte Ausfuhrerklärung

3. Masken: aktuell nicht möglich


Für den Export von medizinischen Waren (aus China) in Zusammenhang mit COVID-19 wie Test Kits, Gesichtsmasken, Infrarotthermometer und Beatmungsgeräten benötigen Exporteure zusätzliche Dokumente zu Zollangaben (Sendungen von Privatperson an Privatperson sind bis zu einem Limit von 1000 RMB (130 €) nicht davon betroffen:

  • Selbstauskunft

  • Kopie der Registrierung oder ein Screenshot der Registrierung auf der Webseite von China FDA ist notwendig

  • Waren müssen den nationalen Qualitätsstandards entsprechen, welche der Zoll prüft

  • Chinesische Lieferanten müssen sicherstellen, dass ihre medizinischen Güter von China FDA zugelassen sind.

  • Wenn medizinische Güter nicht bei China FDA registriert sind, ist der Versand nur möglich, wenn der Hersteller auf der Weißen Liste medizinischer Waren der MOFCOM steht und der chinesische Exporteur eine "Exporterklärung für medizinische Ausrüstung" beifügt.

  • Alle medizinischen Warensendungen, die B2B oder B2C verschickt werden, müssen zusätzlich zu den üblichen Standardpapieren folgende Dokumente enthalten (Kuriere werden Sendungsinhalt und Vollständigkeit der Papiere bei der Abholung überprüfen).

  • Kopie des Firmennachweises für den Export von medizinischem Material = schriftliche Bestätigung, dass der Absender Medizinische Ausrüstung exportieren darf (Stempel und Unterschrift).

  • Registrierungsformular für die Herstellung von medizinischem Materia =Produktionszulassungsbescheinigung für Medizinische Produkte (Stempel und Unterschrift).

  • Screenshot der Registrierung des Herstellers/Produktes auf der Webseite von China FDA

  • das Etikett des Herstellers zur Qualitätssicherung für das Produkt

  • Nicht zwingend erforderlich, aber hilfreich für eine schnellere Zollabwicklung: Zulassungsschein vom Hersteller, Geschäftslizenz / Auszug aus dem Handelsregister von Hersteller, Testbericht vom Hersteller

Nicht-medizinische Gesichtsmasken

Nur möglich, wenn Hersteller

Der chinesische Exporteur und der Importeur müssen gemeinsam eine Erklärung für die Exportverzollung unterzeichnen. Eine E-Mail mit allen Sendungsdokumenten kann vom chinesischen Exporteur für einen Vorabcheck an DHL geschickt werden. Nach erfolgreicher Prüfung erhält der chinesische Kunde einen QR-Code, den der Kurier bei der Abholung einscannt.


Für Sendungen mit TNT Express gilt:

  • alle Importe von Waren in die EU müssen Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltauflagen der EU folgen
  • Dokumente müssen Konformität mit EU-Standards bestätigen (EU Declaration of Conformity, auf Englisch)
  • alle Sendungen, bei denen eine Bestätigung vor Abflug fehlt, werden geblockt
  • Medical Device Product Registration Certificate (“NDPRC”) für Schutzausrüstung aus China

Nicht-medizinische Masken:

  • Hersteller müssen zertifiziert/autorisiert sein
  • ausgeschlossene Hersteller
  • Exporteur und Importeur müssen eine gemeinsame Erklärung (handschriftlich oder elektronisch) unterzeichnen als Bestätigung, dass (a) die Produkte den Qualitätsstandards von China/anderem Land entsprechen und (b) der Importeur die Qualitätsstandards akzeptiert und die Masken nicht zu medizinischen Zwecken verwendet

Medizinische Waren:

  • Hersteller müssen zertifiziert/autorisiert sein
  • Exporteur benötigt Zertifizierung und dazu gehörige Erklärung (handschriftlich) als Garantie, dass die Produkte den Qualitätsstandards entsprechen und die Sicherheitsbedingungen des Importlandes erfüllen

Updates auf den Websites der Carrier: